Diagnose Krebs – Begleitung und Unterstützung - ein ganzheitlicher Ansatz -
Laut RKI erhält nahezu jeder Zweite im Laufe seines Lebens die Diagnose Krebs. Diese Diagnose ist fast immer ein Schock. Die meisten Patienten fallen in eine Art Problemtrance. Die Wochen und Monate nach Diagnosestellung sind nicht nur eine Zeit der Therapie, sondern auch ein Wechselbad der Gefühle. Ängste, Sorgen, Schmerzen, aber auch Hoffnung und Kampfgeist bestimmen das Leben. Über allen schwebt ein Ohnmachtsgefühl, das Gefühl des Kontrollverlustes, des "Ausgeliefertseins". Doch wie können Patienten in dieser Zeit begleitet und unterstützt werden? So unterschiedlich wie die Krebserkrankung, so unterschiedlich sind die Patienten. Der beste Weg ist die Patienten von Ohnmachtsgefühlen zu befreien und in die "Eigenmacht" zu führen. Das Zauberwort heißt SELBSTWIRKSAMKEIT.
Selbstwirksamkeit lässt sich auf vielfältige Art fördern und stärken. So individuell wie die Patienten mit unterschiedlichen Ressourcen und unterschiedlicher Resilienz sind, so individuell gestaltet sich der therapeutisch-supportive Ansatz zur Unterstützung und Förderung der Selbstwirksamkeit, dem Weg aus Abhängigkeit und Ohnmacht.
Im Workshop werden die unterschiedlichsten Ansätze aus supportiven Therapien, Integrativer Onkologie, Psychoneuroimmunologie, Hypnotherapie und Spiritual care vorgestellt, die neben der rein schulmedizinischen Behandlung in der Begleitung von Krebspatienten angewandt werden können. Alle therapeutischen Ansätze dienen dazu, dem Patienten die Möglichkeit zu geben, "selbst etwas zu tun". Die Erfahrung zu machen, nicht abhängig zu sein. Behandler / Therapeuten müssen für die Empfehlung / Anwendung nicht zwangsläufig Mediziner sein. Lediglich die Bereitschaft individuelle Lösungen für eine Problemtrance zu finden reicht aus.