W63: Hypnosystemische Therapie von Allergien, Schmerzen, Tinnitus und anderen somatischen Problemen- wie das Organismische als kompetente(r) KooperationspartnerIn für Gesundheitsförderung genutzt werden kann
Wenn Menschen an Problemen wie z.B. Schmerzen, Allergien, Tinnitus und anderen Symptomen leiden, die vorrangig als extrem negatives, dabei aber völlig unwillkürliches körperliches Geschehen wahrgenommen werden, erleben sich Betroffene verständlicherweise meist als hilflos ausgelieferte Opfer, die selbst gar nichts Hilfreiches machen können und völlig auf Hilfe von außen angewiesen sind, z.B. auf Medikamente oder andere medizinische Maßnahmen. Dies kann durchaus sehr sinnvoll sein, und leider kann oft auch nicht erreicht werden, dass die Beschwerden „ganz weg gehen“, was aber fast immer die sehr nachvollziehbare Sehnsucht der leidenden Menschen ist.
Wenn diese Beschwerden dann womöglich lange anhalten und als „chronisch“ definiert werden, führt dies häufig zu Resignation, Verzweiflung und depressiven Reaktionen als Folge dieser erlebten Hilflosigkeit, leider verstärken solche Reaktionen oft noch die Probleme, führen zu Abhängigkeiten und hindern massiv an hilfreicherer Verarbeitung der Phänomene.
Mit hypnosystemischen und hypnotherapeutischen Strategien kann zwar auch nicht garantiert werden, dass die verständliche Sehnsucht der Betroffenen auf „ganz und für immer weg“ erfüllt werden kann. Aber sehr häufig können die Leidenden schnell und nachhaltig wirksam sehr gut dabei unterstützt werden, sehr effektiv selbstwirksam ihre unwillkürlichen (bisher unbewusst „schlummernden“) Selbstheilungskräfte für Verbesserungen und für befreiende, sehr entlastende Hilfsmaßnahmen wieder zu erleben und dauerhaft zu nutzen (also zu ihren eigenen kompetenten TherapeutInnen zu werden). Dies wieder wirkt sich nur sehr positiv auf die Linderung der Symptome aus, sondern führt darüber hinaus zur Verbesserung des Selbstbilds, von Selbstvertrauen, Zuversicht und positiveren Erwartungshaltungen und damit deutlich verbesserter Lebensqualität, die wieder die Verarbeitung der Phänomene deutlich verbessert.
Gezeigt wird im Seminar, wie dafür effektiv heilsame psycho-physiologische Prozesse angeregt werden können, z.B. metaphorische Interventionsstrategien und andere, auch sinnlich sehr wirksame Dissoziations- und Assoziationsstrategien, fokussierende Gespräche (Konversations-Trance-Angebote), Imaginationen u.v.a. genutzt werden können. Weiter wird auch vermittelt, wie Symptome und Symptomtrance-Prozesse sogar genutzt werden können als wichtige Informationsquelle über wertvolle Bedürfnisse, die durch das unbestechliche und Orientierung gebende intuitive Wissen des eigenen Organismus „angemeldet“ werden. Vermittelt wird auch, wie Sinn geschöpft werden kann, Symptome als Ausdruck von intuitiven Lösungsversuchen der KlientInnen gewürdigt und auch gesundheitsförderlich eingesetzt werden können (z.B. als unbewusste Loyalitätsleistungen mit hohem Preis bei Zielkonflikten (z.B. in Beziehungen).
So kann das individuelle und auch das interaktionelle System der KlientInnen zielgenau beim Finden und Umsetzen der gesundheitsförderlichen stimmigen Balance-Lösungen unterstützt werden.