„Begleitung ein Stück des Weges“ - Hypno-Therapeutische Kommunikation in der Psycho-Onkologie
Auch wenn Im psycho-onkologischen Kontext permanent objektive und subjektive Grenzen beachtet werden müssen: Es lohnt sich, wenn man gemeinsam mit den Patient:Innen ermittelt, wo genau diese verlaufen. Was hilft am besten, Stress zu reduzieren? Wie können Schmerzen, Übelkeit und Atemnot am besten behandelt werden? Wie findet man einen Weg in Richtung Gesundung und Heilung, wenn Belastungen durch Krankheit und Behandlung im Vordergrund stehen? u.v.a.m.
Für jegliche Zusammenarbeit ist die Unterscheidung von Vermeidungszielen („weniger des Problems", z.B. Schmerz und/oder Übelkeit) und Annäherungszielen („mehr von dem, was gut tut") wesentlich. „Therapeutische Kommunikation" (d.h. Präsenz und Zuwendung mit Interesse für die leidvollen Erfahrungen sowie für das, was wie gesagt wird) ermöglicht allen Berufsgruppen eine individuelle „Begleitung ein Stück des Weges". Eine „patientenzentrierte Kommunikation" (S3-Leitlinie) beachtet die aktuelle körperliche und emotionale Verfassung, persönlichen Werte, Bedürfnisse und Präferenzen und fördert Selbstkompetenz, Handlungs- und Entscheidungsfähigkeit. Eine hypnosystemisch fundierte Kommunikation ermöglicht all dies und ermöglicht einen Zugang zu unbewussten Ressourcen der Betroffenen und einem archaischen, entwicklungsgeschichtlich angelegten Regenerations- und Heilungspotential der menschlichen Spezies.
Praxisorientiert-kollegialer Workshop, fokussiert auf die Erfahrungen (Fallbeispiele) und Fragen der Teilnehmenden.
Literatur: M. Harrer, H. Ebell: Hypnose und Achtsamkeit in der Psychoonkologie (Carl Auer Verlag 2021). H. Ebell, K. Hönig: Kapitel 57 in "Hypnose in Psychotherapie, Psychosomatik und Medizin - Manual für die Praxis" von D. Revenstorf, B. Peter (Hrsg.). 3. überarbeitete Auflage. Springer Verlag 2015.