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Hypnose in der Palliativmedizin

Im Seminar wird das Konzept der Palliativversorgung dargestellt: die Priorisierung der Symptombehandlung, die Berücksichtigung der besonderen fragilen körperlichen und psychischen Situation in dieser Lebensphase sowie soziale und spirituelle Aspekte. Gleichbedeutend steht neben der Symptomkontrolle die Kommunikation, auf der kognitiven, der emotionalen, der existenziellen und der Trance-Ebene.

Hypnotherapeutische Interventionen sind in der Palliativversorgung oft die passgenaue Methode, den Menschen in dieser Situation zu begegnen. Den Zugang zum Patienten bekommen wir häufig über die körperlichen Symptome, wobei die meisten somatischen Beschwerden in der Palliativsituation wie Atemnot, Übelkeit, Schmerzen, Juck- und Hustenreiz zumindest partiell einer hypnotherapeutischen Behandlung zugänglich sind ebenso wie Angst auf der psychischen und spirituellen Ebene. Interessanterweise ergeben sich aus der Trance-Arbeit am körperlichen Symptom oft hypnotherapeutische Interventionen auch auf den anderen 3 Ebenen der Palliativmedizin, der psychischen, der sozialen und der spirituellen. 

Bei der begrenzten Zeit, die Palliativpatienten oft bleibt, ist die schnelle Wirksamkeit der Hypnose essenziell. Oft genügt eine einzige Trance, meist fragen die Patienten aber bald nach weiteren Anwendungen, die dann andere Inhalte adressieren können.

Die TN sollen in die Lage versetzt werden, Menschen in der letzten Lebensphase mit hypnotherapeutischen Interventionen zu begegnen und zu helfen.

Nach der theoretischen Einführung werde ich Beispiele schildern und eine Demo- oder Gruppenhypnose anbieten, in der fiktiv eine (evtl. heute schon gefürchtete) Problematik in der letzten Lebensphase thematisiert wird. Ggf. arbeite ich auch exemplarisch mit einer/einem real betroffenen TeilnehmerIn.