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Wege zu einer weniger traumatisierenden medizinischen Aufklärung

Gerade das medizinische Aufklärungsgespräch ist eine reiche Quelle von Negativsuggestionen und Noceboeffekten. Patienten sind während dieser Gespräche hoch vulnerabel und empfänglich für Außeneinflüsse, sie verhalten sich wie in Trance. Es wird Zeit zu verstehen, wieviel Schaden während einer medizinischen Aufklärung entstehen kann. Es gibt aber auch zahlreiche Strategien, Wissen patientenorientierter zu vermitteln und schonender aufzuklären. Frei nach dem Motto „primum non nocere" und „Für eine humanere Aufklärung"! Schon durch minimale Interventionen können vorgefasste Fehleinschätzungen und Negativfixierungen des Patienten aufgebrochen und in einem neuen Bezugsrahmen gesetzt werden. Es bedarf sinnvoller Strategien mit Ängsten und negativen Erfahrungen umzugehen, anstatt die Patienten aus Angst vor einem Aufklärungsversäumnis mit zusätzlicher Risikoinformationen zu überfrachten, um sich selbst in (vermeintlicher) Rechtssicherheit zu wiegen. 


Lernziele

- Kann durch eine medizinische Aufklärung Schaden entstehen?

- Kann man auch patientenorientierter aufklären?

- Wie kommen hierbei hypnotherapeutischer Grundprinzipien zur Anwendung?

- Wie kann ich mit negativen Vorerfahrungen umgehen?


Inhaltlicher Ablauf: 

Es wird gezeigt, wie problematisch die Kommunikation bei der Aufklärung häufig verläuft und dadurch Schäden entstehen. TeilnehmerInnen lernen die Wirkung von Negativsuggestionen und Nocebo-Effekten kennen. Neben wichtigen Studien zum Thema werden eigene wissenschaftliche Ergebnisse präsentiert, denn die Wirksamkeit der vermittelten Strategien ist wissenschaftlich belegt. Die Teilnehmenden werden auch die Gelegenheit haben, ihr neues Wissen an eigenen Beispielen anzuwenden und die positiven Auswirkungen zu überprüfen (Muskelkraftmessung).


Didaktische Mittel: PowerPoint, Diskussion, Gruppenarbeit, Dynamometrie


Literatur:

Hansen E, Zech N. Nocebo Effects and Negative Suggestions in Daily Clinical Practice – Forms, Impact and Approaches to Avoid Them. Front Pharmacol. 2019