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Hypnosystemisch fundierte Kommunikation - Kernelement einer resonanzbasierten Medizin („Resonance based Medicine“)

Das Für und Wider aller diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen muss immer wieder neu geklärt werden, wie auch die Bedingungen der Kooperation von Behandelnden und Behandelten. Ausschlag gebend können sowohl objektive Befunde als auch persönliche Erfahrungen und Einschätzungen der Hilfesuchenden sein. Es gilt, sowohl Fachkompetenz einzubringen als auch Würde und Autonomie der Betroffenen zu respektieren. Eine hypnosystemisch fundierte Kommunikation ist geeignet, um angemessene Therapieziele zu ermitteln und zu verfolgen. 
Da die Orientierung an objektiv-naturwissenschaftlich begründbaren Kausalbeziehungen (Pathogenese) und entsprechenden Interventionen vorherrscht, kann die Ergänzung um eine beziehungsorientierte Perspektive zusätzliche individuelle Ressourcen der Betroffenen erschließen (Salutogenese). Diesbezüglich ist es neurophysiologisch und -psychologisch gesehen wesentlich, die Unterscheidung von Vermeidungs- und Annäherungszielen bzw. die Aktivierung der neuronalen Netzwerke eines „Behavioral Inhibition System“ (BIS) und „Behavioral Activation System“ (BAS) zu kennen und zu beachten. Wenn „Evidence based Medicine“ durch intersubjektive Resonanz in der therapeutischen Beziehung und hypnosystemisch fundierte Kommunikation ergänzt wird, eröffnet dies zusätzliche, individuell-kreative Möglichkeitsräume einer „Resonance based Medicine“.