Hin zu einer Wortmedizin
In diesem Eröffnungsvortrag möchte ich beschreiben, wie mir die Sichtweisen einiger ärztlicher Kolleg:innen während meiner Ausbildung ein neues Verständnis von Hypnose eröffnet haben:
In ihren Seminaren wurde mir zunehmend klar, wie hilfreich die Unterscheidung zwischen klinischer Hypnose und medizinischer Hypnose sein kann, obwohl beide auf denselben Grundlagen der Kommunikation beruhen. Diese Perspektive hat meinen Blick auf therapeutische Interventionen in medizinischen Kontexten deutlich erweitert. Sie macht sichtbar, dass Hypnose nicht nur ein psychotherapeutisches Verfahren ist, sondern auch eine besondere Sensibilität für Kommunikation in medizinischen Situationen beschreibt.
Gerade in der Medizin wirken Worte oft stärker, als wir es im Alltag wahrnehmen: in Gesprächen mit Patient:innen, in diagnostischen Prozessen oder in therapeutischen Entscheidungen. Und vielleicht besteht eine wichtige Aufgabe der Zukunft darin, dieses Verständnis in medizinischen Kontexten weiter zu entwickeln und bewusster zu nutzen, damit wir unsere Wortmedizin viel gezielter und wirksamer einsetzen können.